Mondfotos aus der Hand - eine Anleitung

Liebe Fotofreunde,

heute habe ich mal wieder eine kleine Anleitung für euch. Schon mal eine kleine Warnung vorab: mit dieser Technik generiert ihr nicht immer die schärfsten Bilder. Natürlich fotografiert man nachts viel besser mit einem vernünftigen Stativ. Ich zeige euch heute eine Möglichkeit sehr nah an eine Stativaufnahme des Mondes zu kommen. Die meisten werden keine Unterschiede sehen. Wir machen uns die Tatsache zu nutze, dass der Mond, im Vergleich zu allen anderen, ein sehr heller Himmelskörper ist.  Mit Sicherheit habt ihr schon mal probiert den Mond zu fotografieren. Unser Auge sieht wunderbare kontrastreiche Strukturen, aber wenn man in einer Halbautomatik oder gar in der Automatik ist, kommt meistens ein stark überbelichteter Mond heraus: 



Also rein in den manuellen Modus und folgende Werte einstellen:


  • ISO 100 (wir wollen doch kein Rauschen)
  • ca. 1/160-1/200 Belichtungszeit, je nach Blendenwahl
  • Blendenzahl so klein, wie möglich (bei meinem Tele f/6.3)
Mit der Belichtungszeit einfach ein bisschen spielen. Falls es noch zu hell ist, die Zeit einfach ein wenig verkürzen:

1/80

1/160


Da der Mond nun mal leider so weit weg ist, bietet sich natürlich ein Tele-Objektiv an. Das muss für dieses Projekt nicht sonderlich lichtstark sein. Es würde ein günstiges 200mm reichen. Die hier gezeigten Bilder sind mit einem Sigma 150-500 in der 500mm Einstellung entstanden. Da eine Crop-Kamera benutzt wurde (hier die Nikon D7100) entspricht die Brennweite also satten 750mm.
Ob nun 200 oder 750mm ist für dieses Bild eigentlich fast egal. Die Bilder werden danach am Computer eh zugeschnitten. Die Frage ist nur, was man danach mit seinem Bild anstellen möchte. Für einen Posterdruck in hoher Auflösung würde ich das große Tele nehmen. Für eine reine Webnutzung reicht das kleine Tele. 

Nun kommen wir zur Bildbearbeitung

Der Sensor ist noch lange nicht so gut, wie unser Auge. Deshalb müssen die Bilder in Lightroom optimiert werden. 




Das Lightroom - Preset für diese Optimierung könnt ihr euch hier downloaden:



Das Ergebnis sieht dann so aus.



Wie oben bereits genannt, sind die Ergebnisse ohne Stativ nicht immer superscharf. Falls die Bilder euch zu unscharf sind, kann man dem ein wenig entgegenwirken.
Zur Zeit ist die Nik Software Collection kostenfrei. Dieses Paket beinhaltet u.a. Sharpener Pro. Dieses Programm integriert sich in LR. Dort kann man das Bild folgendermaßen bearbeiten:

  • Rechtsklick auf das Bild





  • unter Bearbeiten das Programm Sharpener Pro Output auswählen



  • Kopie mit Lightroom Einstellungen auswählen




  • In dem Programm die oben abgebildeten Einstellungen übernehmen



Die Ergebnisse nach dem Schärfen können sich wirklich sehen lassen. Das Vorher/ Nachher in der obigen Abbildung zeigt sehr schön den Unterschied.



Ich hoffe, dass ihr mir meiner kleinen Anleitung klar kommt. Schickt mir gerne eure Ergebnisse.

Viele Grüße

euer Stefan.


2 Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Tolle Fotos :)
    Was für ein Objektiv hast du verwendet?
    LG aus meinem Hotel in Marling
    http://www.lamaiena.it/

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