Buchrezension und Praxistest: Fotografieren mit Scott Kelby - Beleuchten, Belichten, Bearbeiten

Liebe Blogleser,

die Online-Shop-Plattform 'terrashop.de' hat mir freundlicherweise ein Exemplar des neuen Scott Kelby Buches:


für eine Rezension in ihrem und meinem Blog zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür schon 'mal an dieser Stelle! Das Buch ist aus dem Pearson-Verlag und die englische Version erschien zum ersten Mal im Herbst 2011, während die deutsche Version am 28. Februar diesen Jahres auf den Markt kam. 

In der Welt der Fotografie ist Scott Kelby zum einen durch seine vielen Bücher über Photoshop und das Fotografieren an sich und zum anderen durch die vielen Online Publikationen der Kelby Media Group (Kelby Training, D-Town, TheGrid, u.s.w.) bekannt geworden. 


In diesem Buch verbindet er seine Passion, zu fotografieren mit seiner Leidenschaft der Bildbearbeitung mithilfe von Photoshop.
Die knapp 240 Buchseiten sind großartig strukturiert: Er präsentiert insgesamt 12 Beispielbilder und erklärt zu jedem Bild im klassischen Dreischritt 1) wie er das Bild ausgeleuchtet hat, 2) wie er das Bild fotografiert hat und 3) wie er es danach bearbeitet hat, um die präsentierte Stimmung zu erhalten. Ich möchte in dieser Rezension einen Schwerpunkt auf die ersten beiden Schritte legen. Nichtsdestotrotz habe ich auch die Retouch-Kapitel gelesen und auch in den Beispielbildern versucht, umzusetzen.

Bevor es richtig los geht, stellt er elf wichtige Dinge vor, welche man vor dem Lesen wissen sollte: Darin gibt er wichtige Tipps, über Equipment, das man wirklich braucht (nämlich nicht zwingend das teure, welches er benutzt), und wie man das Buch am besten lesen sollte. Gepaart mit den Kelby-Witzen fängt das schon richtig gut an.

Danach stellt er zehn weitere Dinge vor, die er selbst gerne gewusst hätte, bevor er mit der Studiofotografie begann. Darunter sind viele "Selbstverständlichkeiten" (z.B., dass man mit einer Lichtquelle beginnen sollte und am besten Tethered) aber auch wirklich nützliche Tipps, wie "je größer die Softbox und je näher am Objekt, desto besser", sowie die Frage nach DER ultimativen Portrait-Blende.

Dann geht es auch schon los mit den zwölf kleinen Workshops: Die Dateien davon kann man sich von einer speziellen Website herunterladen. Wie bereits erwähnt, sind diese Kapitel jeweils gleich durchstrukturiert. Es beginnt immer mit einer Erklärung vom Aufbau mit einem Bild von 'oben'. Dann wird die Technikliste vorgestellt. Dazu gehört auch, welche Lichtformer mit welchem Blitzkopf und mit welcher Einstellung im Einsazt waren. Danach werden die verwendeten Kameraeinstellungen vorgestellt. Das alles so kurz und knapp, dass es wirklich Spaß macht, auch diese eher 'trockenen' Aspekte aufzusaugen.
Darauf folgend werden pro Setup vier verschiedene Blickwinkel auf das ganze Setting gezeigt. Sodass man aus allen Winkeln sehen kann, wie er das Licht und das Model platziert hat: sehr gute Idee. So erkannt man wirklich alle Tricks. Danach folgt jeweils die Nachbearbeitung in Photoshop. Diese ist mit dem nötigen Text und vielen Bildern sehr gut erklärt. Die Sachen, die ich getestet habe, haben alle spontan funktioniert: Toll!

Natürlich wollte ich das gewonnene Wissen auch gleich im Studio umsetzen. Zwei Ergebnisse möchte ich euch hier nicht vorenthalten. Der erste Aufbau ist aus Kapitel 1 mit dem treffenden Namen 'Klassisches 3-Blitz-Beauty-Foto' bzw. Lichtmuschel.

Bei diesem Aufbau kommen eine Beautydish mit Diffusor, sowie direkt darunter, eine große Softbox (in meinem Fall 80x120cm) zusammen als Hauptlicht zum Einsatz. Zusätzlich wird der weiße Hintergrund durch einen Standard-Reflektor aufgehellt.


Die Bilder sprechen meiner Meinung nach für sich. Das Licht ist toll. Für Beauty-Aufnahmen mittlerweile mein Standard-Aufbau. Die Bildbearbeitung ist sehr dezent. Mir gefällt's. Danke Jenni für's  geduldige Posen. 

Nachdem ich von diesem Aufbau aus dem Buch so begeistert war, habe ich gleich noch einen weiteren probieren müssen: Diesmal mit einem männlichen Model.
Im Buch wird dieses Lichtsetup in Kapitel 10 vorgestellt.  Dort wird es allerdings für eine Sportmontage eingesetzt. Ich habe es für einen düsteren Look ein wenig zweckentfremdet. Diesmal wird vor einem schwarzen Hintergrund das Model von links und rechts hinten durch (eigentlich Stip-Lights) Standardreflektoren und von vorne durch eine Beautydish (ohne Diffusor und am besten mit Wabe) ausgeleuchtet.

Dabei entsteht im Kontrast zu den beiden Bildern oben ein sehr hartes Licht. Danke Nico für's Posen. 

Mit Hilfe des Buches konnte ich die beiden Setups sehr leicht aufbauen und die richtigen Lichteinstellungen waren schnell gefunden. Für diese Art des 'Nachbauens' ist das Buch geschrieben und das klappt tatsächlich sehr gut. Ziel erreicht. Die Praxistauglichkeit und der Humor von Scott Kelby runden das Gesamtbild sehr positiv ab.

Also von mir eine klare Kaufempfehlung! 


Link zu terrashop.de.



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