Photokina 2014 - meine Eindrücke

Liebe Blogleser,

seit knapp einem halben Jahr sieht man überall Werbung und Vorankündigungen für DIE Fotomesse in Europa. Nachdem ich vor 2 Jahren nicht auf die Photokina konnte, aber so begeistert von der großen Nikon Messe in Essen war, musste ich dieses Jahr natürlich auch mal auf der Photokina vorbei schauen. Mein persönliches Highlight vor 2 Jahren auf der Nikon Expo war, dass ich Joe McNally kennenlernen durfte und einen großartigen Workshop mit einem echten Elefanten nebst Modell erlebt habe. Joe war zwar nicht auf der Photokina, dennoch wollte ich die Messe nutzen viele viele Fotografen kennen zulernen oder bzw. auch nur mal auf der Bühne zu sehen. Gemeint sind keine Hobby-Fotografen, sondern "echte" :-) Fotografen, die man sonst nur von teuren Tutorial-DVDs bzw. Youtube Videos kennt. Das war also mein Hauptziel auf der Photokina. Natürlich sieht man auch viele neue Produkte und bekommt teilweise interessante Rabatte, aber deswegen war ich eigentlich nicht da. Mit einer Ausnahme: die neue Nikon D750. Ich liebe meine alte D700 und wollte den offiziellen Nachfolger endlich mal in meinen Händen halten. Aber fangen wir von vorne an. 


Leider konnte ich nur einen Tag auf die Photokina. Da ich nicht Freiberufler bin, sondern neben der Fotografie einen ganz normalen Job habe, war ich froh, dass ich nicht am Wochenende auf die höchstwahrscheinlich stark überfüllte Messe gehen musste, sondern den Freitag frei bekommen habe. Die Menschendichte war zwar teilweise ganz schön hoch, aber stets noch erträglich. 
Als ich Punkt 10 Uhr am Bahnhof angekommen bin (das Bahnticket ist übrigens im Ticketpreis enthalten) wurde ich sofort in einen der Buse geleitet, da der Südeingang extrem überfüllt war. Mit ein wenig Zweifel lies ich mich auf dieses Experiment ein und war ein paar Minuten später am menschenleeren Eingang Nord. Cool...

Schnell habe ich mir mittels einer Karte den ersten Überblick verschafft und schon ging der 8h Marathon los. 
Ich habe mir so viele coole Vorträge an diesem Tag angeschaut, da müsste man normalerweise schon einige teure Workshops besuchen, um so eine Informationsdichte zu erlangen. Die großen Firmen haben sich nicht lumpen lassen und wirklich renommierte Fotografen eingeladen. 
Besonders sind mir die Vorträge von Alexander Heinrichs (insgesamt habe ich 3 Vorträge von ihm gesehen, einer war inkl. Franzy Balfanz), Calvin Hollywood (2 Vorträge), Jens Burger und Martin Krolop in Erinnerung geblieben. Von den Kollegen findet ihr unten auch ein paar Fotos. Irgendwie beeindruckend, wenn man die Menschen hinter den Tutorials, Videos oder auch Facebook-Bildern mal persönlich kennen lernt und endlich einige Fragen los wird. Es waren alle durchweg an Feedback und Fragen interessiert. Schon allein dafür hat sich der Weg nach Köln gelohnt, wirklich!

Gut, dass an den meisten Ständen nur bar bezahlt werden konnte, sonst wäre ich vielleicht doch das eine oder andere Mal schwach geworden. Normalerweise überlege ich meist sehr lange und schaue mir viele Rezensionen an, bevor ich mir neues Fotospielzeug kaufe, aber bei einigen Live-Präsentationen wird man dann doch schwach. Bis auf eine DVD von Gabor Richter (Comic-Style inkl. Autogramm vom Meister persönlich) habe ich mich aber immer brav zurück gehalten. (So muss man der Frau zu Hause auch weniger erklären :-))

Relativ am Ende (sowohl körperlich als auch zeitlich) habe ich endlich den Nikon Stand gefunden. Seitdem die Nikon D750 vorgestellt wurde überlege ich ob es nun die D810 oder die D750 werden soll. Eigentlich hatte ich gehofft, dass mir die Photokina diesbezüglich helfen könnte. Dachte ich....
Die D750 ist zwar bezüglich ihrer Daten toll und einen Riesenschritt von meiner D700 und D7100 entfernt, aber leider hat mich das Gehäuse beim ersten Date nicht wirklich überzeugt. Natürlich ist das jammern auf ganz hohem Niveau, aber irgendwie fühlt sich die D750 im Gegensatz zur großen D810 nicht wie eine "echte" Vollformatkamera an. Eher wie eine Crop oder gar noch kleiner. Der Body ist wirklich signifikant kleiner geworden. Mit Sicherheit gefällt das einigen Usern, mir nicht.
Schade, so muss ich weiter lesen und Erfahrungsberichte wälzen. Dieser Eindruck hat mich bei meiner Entscheidung leider eher zurückgeworfen. Naja bei der Geldmenge schadet es nicht auch 2 oder 3mal mehr zu überlegen. :-) Ich halte euch auf dem Laufenden.

Was bleibt hängen nach so einem anstrengenden Tag?
Neben den oben beschriebenen beeindruckenden Fotografen und ihren Vorträgen vor allem die coole Stimmung überall auf der Photokina, die vielen neuen Ideen und Tipps und der Eindruck, dass man noch viel viel lernen kann, wenn es um Fotografie geht. 
Mich hat der Tag sehr zum Nachdenken angeregt, also extrem glücklich gemacht. 

Danke für's Lesen

Euer Stefan

P.S.
Sehr interessant finde ich übrigens, dass das Logo der diesjährigen Photokina ein Color-Key-Foto ist. Zu meinem Erschrecken liest man seit vielen Monaten, dass dies doch so "out" oder gar ein "no-go" ist. (z.B. Scott Kelby und einige andere renommierte Fotografen aus Übersee). Ich finde Color-Key (wenn es passt) immer noch cool und war sehr froh über diese Entscheidung auf der Photokina. Was meint ihr zu Color-Key?
























































   

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