Meine neue Zweitkamera und erster Test "Produktphotographie"



Ich dachte, nachdem ich mich vor ca. 2 Jahren in einem harten Kampf (mit mir und all den Fachhändlern der Umgebung) für eine Nikon DSLR entschieden hatte, wäre dies ein für allemal vorbei. Denkste! Der Trend geht ja bekanntermaßen zur Zweitkamera und schon waren die Konflikte wieder da. Aber fangen wir von vorne an. Wozu nun eigentlich eine Zweitkamera und welche? Es fing alles damit an, dass ich mir als begeisterter Taucher für meine Unterwasseraufnahmen nicht immer eine Kamera leihen wollte. Nun, für meine D5000 kostet ein Unterwassergehäuse einer Fremdfirma ca. 1500$. Definitiv zu viel. Hinzu kam, dass ich ab und zu in Situationen bin, in denen man, um sich blöde Sprüche zu ersparen, einfach keine DSLR aus der Tasche ziehen sollte und man auch in Situationen gerät, in denen man keine große Kamera mithat, aber dringend etwas halbwegs vernünftig photographisch festhalten möchte. Hach was für ein Dilemma. ;) Ein weiterer Faktor für mich war die wachsende Begeisterung meinerseits für Timelapse Aufnahmen mit dem gleichzeitig aufkommenden Skrupel, die jeweiligen ca 1000-2000 Aufnahmen meinem Auslösemechanismus der DSLR "anzutun".


Aber was könnte helfen!?
Diese Frage hat mich lange begleitet. Vor 2 Jahren hatte ich bereits eine G10 von Canon, mittlerweile ist die G12 auf dem Markt. Mit der Kamera war ich total zufrieden. Sie ist klein, aber trotzdem voll konfigurierbar. Das Konkurrenzprodukt von Nikon ist die P7000. Warum habe ich mich letztendlich doch für die G12 entschieden? Die Entscheidung war gar nicht so leicht, denn mit der P7000 hätte ich all meine Blitze ansteuern können. Die Vorteile der G12 für mein Einsatzgebiet haben dennoch gewonnen. Zunächst gibt es da nämlich ein Unterwassergehäuse direkt von Canon, welches sogar bezahlbar ist. Des Weiteren kann man einen programmierbaren Fernauslöser an die G12 anschließen, welches extrem wichtig für Timelapse Aufnahmen ist. Die P7000 hat zwar Ähnliches bereits eingebaut, soll aber dafür nicht so schön konfigurierbar sein.


Nach langem Hin und Her habe ich am Montag nun endlich die G12 auspacken dürfen. So chick wie frisch aus der Packung ist eine Kamera selten, deshalb habe ich mich kurzerhand erst einmal in die Produktphotographie eingeübt. Bevor ich den Aufbau skizziere, hier erst einmal ein paar Ergebnisse:





So ein Produktphoto ist schwieriger als ich dachte, ja sogar schwieriger als ein Portraitshoot. Obwohl das "Model" so schön still hält. 

Im Folgenden seht ihr den Aufbau. Die reinste Materialschlacht. Aber irgendetwas hat mir immer nicht gefallen, entweder waren Teile im Bild zu dunkel oder unschöne Reflexe zu sehen.



Von oben habe ich mit einem SB 900 am Galgenstativ indirekt an einem Reflexschirm (silber) beleuchtet. Seitlich links von der Kamera blitzte ein Metz durch einen Durchlichtschirm. Die rechte Seite wurde indirekt durch einen angeblitzten Reflektor ausgeleuchtet. Als Linse habe ich wieder die 105er Nikkor Makrolinse benutzt. Teilweise wurde dann noch von dem Masterblitz auf der Kamera mitgeblitzt. Wie ihr seht, ist das Ganze sehr aufwendig, aber es hat sich gelohnt und nachdem das Lichtsetting fertig war, hat das Shooting richtig Spaß gemacht.

Zum eigentlichen Einsatzgebiet der G12 später mehr. 

Hier alle Ergebnisse des Shoots:








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